Der Klimawandel ist offenbar ein Problem, die Klima-Panik aber auch


            Der Klimawandel ist offenbar ein Problem, die Klima-Panik aber auch

Blockieren und Stören so viel wie möglich: Am letzten Freitag klebten sich Klima-Extremisten der Gruppe „Letzte Generation“ auf der Fahrbahn am Ernst-Reuter-Platz fest Foto: REUTERS/Michele Tantussi

Von Gunnar Schupelius

Wir müssen dem Klimawandel mit mehr Vernunft und weniger Hysterie begegnen, sonst wird das Leben unbezahlbar und unerträglich, meint Gunnar Schupelius.

Eine apokalyptische Prognose wird immer neu abgegeben, die in weiten Teilen der politischen Klasse schon als Gewissheit gilt. Danach führt der Klimawandel unumkehrbar in die weltweite Katastrophe. Das Ende allen Lebens auf diesem Planeten sei besiegelt, wenn nicht unverzüglich drastische Gegenmaßnahmen ergriffen werden, heißt es.

Stichworte fliegen uns um die Ohren und werden weitergereicht, wie „1,5-Grad-Pfad“ oder „Kipppunkt“. Mit diesem Punkt ist der Moment gemeint, nach dem es nicht mehr möglich ist, den Klimawandel aufzuhalten. Dieser Moment werde in Kürze erreicht sein, behaupten „Fridays for Future“ und die Gruppe „Letzte Generation“.

Sie werden in ihrem Glauben von Politikern und Prominenten der unterschiedlichsten Couleur bestärkt, die in den Chor des Untergangs einstimmen, ob sie informiert sind oder nicht. „Das Fenster für positive Veränderungen schließt sich rapide“, behauptet zum Beispiel Eckart von Hirschhausen.

Die Klimakleber sind dabei nur die undemokratischen Vortänzer einer allgemeinen Panik, die von den Eliten verbreitet wird. Die Politik reagiert darauf mit der sogenannten „Transformation“ und erfindet immer neue Verbote und Verteuerungen. Ab 2024 wird eine neue „Klimaabgabe“ auf den Lkw-Verkehr erhoben. Dann steigen die Preise für alle Waren und Dienstleistungen erneut.

Ob der Klimawandel tatsächlich in eine globale Katastrophe führt, ist indessen unklar. Die Theorie vom „Kipppunkt“ wurde 2004 durch den Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Hans Joachim Schellnhuber, populär. Bis heute ist unter den Klimaforschern und Meteorologen umstritten, ob es einen solchen Punkt überhaupt gibt und was man darunter verstehen sollte.

Dieser Volksentscheid ist eine klare Ansage an die Klimapolitik

Wie sehr sich die Klimaforscher irren können, zeigen diese beiden Beispiele: Im Juni 1989 warnte Noel Brown, der Direktor des UNO-Umweltprogramms (UNEP), die Welt habe nur noch zehn Jahre Zeit, um den Treibhauseffekt zu beenden. Andernfalls würden die Polkappen abschmelzen und die Malediven würden unter dem steigenden Meeresspiegel verschwinden, auch Teile von Bangladesh und Ägypten.

Achtzehn Jahre später, im Dezember 2007, behauptete ein internationales Team der US-Raumfahrtbehörde „Nasa“, der Nordpol werde schon im Sommer 2013 „eisfrei“ sein. Das wäre vor zehn Jahren gewesen.

Die Klima-Wissenschaft – oder das, was aus ihr gemacht wird – lebt von Übertreibungen. Es ist gut möglich, dass wir mit dem Klimawandel leben können. Vieles ist auch schon erreicht worden: Die CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen, die für den Treibhauseffekt verantwortlich gemacht werden, nahmen in Deutschland in den letzten 30 Jahren um mehr als ein Drittel ab.

Wir müssen dem Klimawandel mit mehr Vernunft und weniger Panik begegnen, sonst wird das Leben unbezahlbar und unerträglich. Das sieht übrigens laut Umfragen die Mehrheit der Bevölkerung so und diese vernünftige Ansicht spiegelte sich auch im Abstimmungsverhalten zum Berliner Volksentscheid wieder.

Hat Gunnar Schupelius recht? Rufen Sie an: 030/2591 73153, oder Mail: gunnar.schupelius@axelspringer.de

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Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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