Die Lage ist ernst am Leopoldplatz


            Die Lage ist ernst am Leopoldplatz

Stefanie Remlinger (Grüne) Foto: Bündnis90/Die Grünen

Einmal in der Woche schreiben an dieser Stelle Berlins Bezirksbürgermeister über Themen, die sie bewegen. Heute: Stefanie Remlinger (52, Grüne), Bürgermeisterin von Mitte.

Der Leopoldplatz in Wedding ist Stadtgespräch. Was über ihn gesprochen wird, ist bedrückend und alarmierend zugleich. Drogenhandel und Drogenkonsum haben deutlich zugenommen, wie auch Gewalt und Kriminalität, Vermüllung und Verwahrlosung.

Und damit verbunden auch Frust und Verzweiflung bei jenen, die dort ihr Zuhause haben und sich nach einem normalen Leben mit Sicherheit und Ordnung sehnen. Die Lage ist sehr ernst. Es muss etwas geschehen. Aber was?

Mir klingt der Satz einer leitenden Polizeibeamtin in den Ohren, mit der zusammen ich kürzlich am „Runden Tisch Leopoldplatz“ mit erzürnten Anwohnenden und Geschäftsleuten diskutiert habe.

Die Polizistin sagte sinngemäß: „Lassen Sie uns um den Leopoldplatz kämpfen, wir müssen dort gemeinsam sichtbar sein und sichtbar bleiben!“

Ja, genau das ist es, wir geben nicht auf. Damit am Leo die Lage dauerhaft zum Besseren gewendet werden kann, bedarf es keiner Symbolpolitik und inszenierter Aktionen, die in ihrer Wirkung schnell verpuffen. Gefordert ist vielmehr neben den bereits vorhandenen Hilfsangeboten ein stimmiges Gesamtkonzept.

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Und darin müssen Polizei und Senat, Bezirksamt und Sozialarbeit, Suchthilfe und Platzdienst abgestimmt und im Rahmen ihrer Zuständigkeiten daran arbeiten, den Drogenhandel massiv einzuschränken, die Drogenkonsumierenden mit einem starken Hilfesystem zu unterstützen sowie insgesamt Verhältnisse zu schaffen, die den Leo wieder zu einem Platz für alle Menschen werden lassen.

Der Regierende Bürgermeister hat für Freitag zu einem Sicherheitsgipfel eingeladen, der sich mit den verschiedenen Brennpunkten in der Stadt befassen wird. Ich werde dort für ein ganzheitliches Vorgehen am Leo werben.

Unstrittig ist: Es liegt am Leo genauso wie im Görlitzer Park oder anderswo in der Stadt in unser aller Interesse, dafür zu sorgen, dass öffentliche Räume sicher für alle bleiben müssen!

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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