Konstantin Wecker lädt arme Menschen gratis zu seinen Konzerten ein


            Konstantin Wecker lädt arme Menschen gratis zu seinen Konzerten ein

Konstantin Wecker auf seiner „Poesie und Widerstand"-Tour (Archiv) Foto: dpa

Von Sylvia Jost

Kunst und Kultur müssen endlich wieder ein Menschenrecht für alle sein, fordert Liedermacher-Ikone Konstantin Wecker (76).

Der Musiker, Komponist, Schauspieler und Freiheitskämpfer träumt von einer solidarischen, herrschaftsfreien und gerechteren Welt für alle Menschen. Darum geht es auch bei der Bühnenshow auf seiner nächsten Tour Utopia 2.0 – Wir werden weiter träumen. „Für mich ist es eine Herzensangelegenheit, dass ich alle Menschen in meinen Konzerten begrüßen kann, die kommen wollen, auch die, die sich die Tickets aktuell einfach nicht leisten können“, sagt Konstantin Wecker.

Deshalb startet er zusammen mit dem Verein für Bildung InSight die Initiative „Kultur für alle“. Konkrekt heißt das: Für die aktuelle Tournee, die am 5. Oktober startet, gibt es insgesamt 1700 kostenlose „Sozialtickets“.

Für wen sind die Sozialtickets?

Menschen, die unter der Armutsgrenze leben, brauchen nur eine E-Mail zu schicken an: sozialticket@wecker.de. Darin sollen sie schreiben, dass sie derzeit unter der Armutsgrenze und für welches Wecker-Konzert in welcher Stadt sie ein Sozialticket erhalten wollen.

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Die Armutsgrenze liegt derzeit bei ca. 1150 Euro im Monat Einkommen für eine Person. Mit einem Kind liegt sie bei etwa 1500 Euro. Bei Paaren liegt das Einkommen unter 1600 Euro. Angesprochen sind Geringverdiener, Alleinerziehende, Arbeitslose, Geflüchtete, Asylbewerber, Deserteure, illegalisierte Menschen ohne Pass, Kranke, Obdachlose, Künstler und Kulturschaffende mit geringem Einkommen.

Wie man an die Tickets kommt?

Die ersten 100 Einsender an einem Auftrittsort erhalten dann ein kostenloses Sozialticket zugeschickt. Sollten sich mehr als 100 Menschen bewerben, werden alle weiteren benachrichtigt, dass sie auf eine Warteliste gesetzt werden bzw. haben sie die Möglichkeit, eventuell ein anderes Konzert der Tour zu besuchen.

Zudem wird es von den lokalen Veranstaltern im Vorverkauf der Tour auch ermäßigte Tickets für Schüler und Studenten für die Konzerte der Tour „Utopia 2.0“ geben.

Aufruf an Künstlerkollegen

Der Traum von „Kultur für alle“ soll nach Weckers Vorstellungen aber noch viel größer und nachhaltiger werden. Der Münchener ruft seine Künstlerkollegen, Musiker, Kulturschaffende und Institutionen auf, sich dieser Idee anschließen und selbst „Sozialtickets“ zu schaffen.

Doch vor allem, so Wecker, seien alle staatlichen Institutionen, Theater, Opern, Museen und letztendlich die Regierung gefordert, endlich kostenlose Sozialtickets für alle Menschen unter der Armutsgrenze einführen.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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